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Wie der Name „Computer“ aus dem Englischen „to compute“ (=rechnen) abgeleitet suggeriert, handelt es sich hierbei um eine reine Rechenmaschine. Im Wesentlichem ist der Computer somit eine Rechenhilfe. In einer solchen Funktion gibt es Computer somit bereits seit mehreren Jahrtausenden. Der wahrscheinlich erste computer war der Abakus, eine mechanische Rechenhilfe, die vermutlich um 1100 v. Chr. in China entstand und bis ins Europa des 17. Jahrhunderts überlebt hatte. In ärmeren Ländern wird der Abakus, ebenso wie das Rechenbrett des Pythagoras auch heutzutage noch als Rechenhilfe verwendet. Das Mittelalter hemmte den technischen Fortschritt. In der Renaissance wurden dann die ersten neuartigen Rechen. konzepte entworfen. 1614 publizierte John Napier seine Logarithmentafel, und 1623 baute Wilhelm Schickard seine „rechnende Uhr“. Diese wurde hauptsächlich in der Astronomie genutzt. Die „rechnende Uhr“ gilt auch als „Veteran der Computerära“ . Verbessert und weiter verfolgt wurden diese Konzepte von Blaise Pascal in Form der Pascaline, und von Gottfried Wilhelm Leibniz, dem Erfinder des binären Zahlensystems. Zwei Jahrhunderte später, um 1805, entwickelte
Joseph-Marie Jacquard die ersten Lochkarten, die es ermöglichten, Webstühle zu steuern. Aus dieser Zeit stammen auch die berühmten lochkartengesteuerten Pianos aus den verschiedenen Wild West Klassikern. Auch der Rest des 19. Jahrhunderts war relativ produktiv in Sachen Entwicklung neuer Rechensysteme. Im Jahr 1820 stellte Charles Xavier Thomas de Colmar das „Arithmometer“ vor. Im Allgemeinem ist dies als der erste Rechner, der in Massenproduktion hergestellt wurde bekannt.
Charles Babbage entwickelte im Jahre 1833 die Analytical Engine, konnte sie aber niemals bauen. Sein Konzept wurden zehn Jahre später von Edvard und George Scheutz umgesetzt. Ada Lovelace schrieb damals das erste Computerprogramm für die Babbage-Maschine, und schrieb somit Geschichte als erster Softwareentwickler überhaupt. Danach wurde es erstmal relativ ruhig um die, wie man heute sagen würde, „Entwicklerszene“. Erst in 1935 wurde die IBM 601 vorgestellt. Hierbei handelte es sich um eine Lochkartenmaschine, die eine Multiplikation in nur einer Sekunde ausführen konnte. Zum Vergleich: Moderne Rechner heute können mehrere Milliarden Multipllikationen pro Sekunde ausführen. Bis zum ENde des 2. Weltkriegs wurde es dann aber wieder still. Um 1937 wurde von Konrad Zuse die Zuse Z1 vorgestellt, die aber durch Problemen mit der Fertigungspräzision niemals Einsatzfähig, und schliesslich im Krieg zerstört wurde. Erst der Jahre später in Auftrag gegebene Nachbau der Z1 war funktionsfähig.

